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Studienbeitrag

Zusammenfassung der Studiengebührenregelung ab dem Sommersemester 2013 an der Karl-Franzens-Universität Graz - Summary of Tuition Fee Regulations, in Effect for Summer Term of 2013

Seit dem Sommersemester 2013 gibt es eine neue gesetzliche Regelung zu den Studiengebühren. Vor allem für ausländische Studierende hat sich einiges geändert. Als Studentin oder Student aus dem Nicht-EU-Ausland musst du fast immer den doppelten Studienbeitrag von € 726,72 plus € 19,70 ÖH-Beitrag bezahlen. Die wenigsten von euch müssen aber tatsächlich diesen Betrag bezahlen. Daher möchten wir euch mit diesem Eintrag genauer über die Regelung informieren.

Unabhängig von deinem Studiengebührenstatus musst du immer den ÖH-Beitrag von € 19,70 einzahlen, um zum Studium fortgemeldet zu werden. Damit bist du bei allen Veranstaltungen der Universität und der ÖH, sowie auf dem Hin- und Rückweg automatisch unfall- und haftpflichtversichert. Dazu kommen eventuell noch die Studiengebühren. Die Regelung dazu möchten wir hier kurz vorstellen.

ÖsterreicherInnen, EU- und EWR-BürgerInnen

Wenn du ÖsterreicherIn, EU- oder EWR-BürgerIn bist und die Mindeststudiendauer des Studiums (Bachelor, Master, Doktorat) bzw. des Studienabschnitts (Diplomstudien) um mehr als zwei Toleranzsemester überschritten hast, musst du € 363,36 zahlen. Bist du in deinem Studium noch nicht über die Toleranzzeit inskribiert, bist du von den Studiengebühren befreit und musst nur den ÖH-Beitrag bezahlen. Du kannst überprüfen, wie viele Semester du ein Studium bereits inskribiert bist, indem du in Uni-Graz-Online in deiner Visitenkarte den Punkt “Studienstatus” wählst.

Wenn du die Toleranzzeit überschreitest, gibt es die Möglichkeit wegen folgender Erlasstatbestände von den Studiengebühren befreit zu werden:

  • Auslandssemster
  • Behinderung
  • Beurlaubung
  • Bezug von Studienbeihilfe
  • Kinderbetreuung
  • Krankheit
  • Präsenz- oder Zivildienst
  • Schwangerschaft

Nähere Informationen zu den Erlasstatbeständen findest du hier.

Ausländische Studierende

Für Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland sieht das Ganze etwas anders aus:

Studierende aus den in Anlage 3 der Studienbeitragsverordnung (StuBeiV) genannten Ländern zahlen keine Studiengebühren, sondern nur den ÖH-Beitrag pro Semester.

Studierenden aus allen anderen Ländern wird grundsätzlich der Studienbeitrag in Höhe von € 726,72 sowie der ÖH-Beitrag in Höhe von € 19,70 pro Semester vorgeschrieben.

Personen, die über einen Aufenthaltstitel mit dem Zusatz „Studierender“ verfügen, können nur dann vom Studienbeitrag befreit werden, wenn sie ein

  • Reifeprüfungszeugnis einer österreichischen Auslandsschule besitzen, oder
  • wenn sie den Mittelpunkt der Lebensinteressen (aufrechte Meldung, Einkommen in Österreich belegt durch Versicherungsdatenauszug) seit mindestens 5 Jahren vor der erstmaligen Zulassung an der Universität Graz in Österreich haben, oder dies auf gesetzliche/n Unterhaltspflichtige/n zutrifft.

Trifft einer dieser Punkte zu, ist ein Antrag auf Erlass des Studienbeitrages innerhalb der Antragsfristen einzureichen und dann ist innerhalb der beitragsfreien Zeit (Mindeststudienzeit plus Toleranzsemester) nur der ÖH-Beitrag von € 19,70 zu entrichten.

Studierende aus Südosteuropa

Studierende aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Serbien, Türkei, Ukraine und Weißrussland haben die Möglichkeit, sich die Studiengebühren rückerstatten zu lassen, wenn sie im jeweiligen Semester mindestens 8 Semesterstunden oder 12 ECTS absolviert haben. Sollten diese Voraussetzungen nicht gegeben sein, kann der Studienbeitrag in der Höhe von € 726,72 nicht rückerstattet werden.

Außerordentliche Studierende

Außerordentliche Studierende, die nicht zu einem Lehrgang universitären Charakters zugelassen sind, zahlen € 363,36, der Betrag erhöht sich inder Nachfrist nicht.

Unterstützung für ausländische Studierende

Ausländischen Studierenden, die aus Ländern stammen, die nicht dem EWR-Raum angehören, wurden ohne lange Vorwarnzeit von der Bundesregierung die doppelten Studiengebühren vorgeschrieben. Um dadurch entstehende soziale Härtefälle auszugleichen hat die Universitätsvertretung in ihrer Sitzung am 25.1.2013 beschlossen, einen Topf einzurichten. Dieser Topf soll jenen bedürftigen Studierenden einmalig die Hälfte des vorgeschriebenen Betrages ausschütten, die nun doppelte Gebühren zu zahlen haben.

Weitere Informationen, wie du dich für diesen Fond bewerben kannst, findest beim Referat für Ausländische Studierende und beim Referat für Soziales.